14.01.2012 - Sinfoniekonzert
Samstag, 14. Januar 2012, 19.30 Uhr im Nikolaisaal Potsdam
Ulrich Alexander Kreppein
Nachklänge – Echos. Klangbilder aus Friedrichs Welt (Uraufführung)
Kompositionsauftrag der Kammerakademie zum 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 6 C-Dur
Olga Scheps Klavier
Antonello Manacorda Leitung
Mitschnitt rbb Kulturradio
16 Uhr „Schu-bi-du-bert“
Klappe zu – Ohren auf!
Das kleine Sinfoniekonzert für Kinder
Sinfonie Nr. 6 C-Dur von Franz Schubert
Stephan Holzapfel Moderation
18.30 Uhr Konzerteinführung
Sinfoniekonzert zum „Fest für Friedrich“
Uraufführung: „Nachklänge – Echos aus Friedrichs Welt“
Die Kammerakademie Potsdam startet mit einer Uraufführung in das Jubiläumsjahr „Friedrich 300“. Im Sinfoniekonzert der Kammerakademie Potsdam am Samstag, 14. Januar 2012 erklingt zu Beginn eines Programms mit Werken von Beethoven und Schubert die Auftragskomposition „Nachklänge – Echos. Klangbilder aus Friedrichs Welt“ von Ulrich Alexander Kreppein.
Der Nachwelt hat sich das Bild des flötespielenden Königs unauslöschlich eingeprägt. Friedrichs Welt ist immer auch eine musikalische Welt gewesen. Als solche ist sie heute durchaus noch präsent. Dennoch hat die Entwicklung der Musik heute zu einem Punkt geführt, von dem aus Friedrichs Musiken in weite Ferne gerückt erscheinen. Ulrich Alexander Kreppein hat in Nachklänge – Echos diese Ferne mitkomponiert. Zitate aus Werken Johann Sebastian Bachs, Johann Gottlieb Grauns und aus Friedrichs eigenen Kompositionen erklingen leise und traumhaft verfremdet, eingebettet in eine schattenhafte moderne Klangwelt.
Aus Erinnerungsfetzen entsteht ein Portrait des Königs, wie seine Gestalt sich dem heutigen Künstler darbietet. Bemerkenswert ist die Behutsamkeit, mit der Kreppein dabei vorgeht. Für viele ist Preußen alles andere als das Heimatland der Subtilität, doch zeigt die Person Friedrichs immer wieder unerwartet komplexe Züge, die es verbieten, ihn einseitig etwa unter dem Aspekt des eroberungssüchtigen Kriegsherrn zu betrachten.
Kreppein, Jahrgang 1979, ist Stipendiat des Programms „Junge Akademie“ der Akademie der Künste Berlin und Presidential Fellow an der Harvard University. Seine Orchesterwerke, Opern und Kammermusik wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zu seinen Lehrern zählen Manfred Trojahn, Tristan Murail, Brian Ferneyhough und Helmut Lachenmann.
Die für das restliche Programm ausgewählten Werke Beethovens und Schuberts tragen mit ihrem ausgesprochen festlichen Charakter ebenfalls zum „Fest für Friedrich“ bei.
Kann Beethovens 4. Klavierkonzert als Gipfel der klassischen Konzertkomposition angesehen werden, so lassen sich in Schuberts sechster Sinfonie auch romantische Töne vernehmen – neben vergnüglichen Anspielungen auf die italienische Oper: mehr als einmal grüßt die Welt des auch von Schubert hochverehrten Opernmeisters Rossini.
„Die erst 23-Jährige spielt so beseelt, dass man einfach zuhören muss!“ – Olga Scheps, Solistin des Klavierkonzerts, ist eine der interessantesten Newcomerinnen in der deutschen Klavierszene. In Moskau geboren und in Deutschland aufgewachsen debütierte sie 2009 beim renommierten Klavierfestival Ruhr. 2010 wurde sie mit dem Echo Klassik Preis als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet.
Im Familienkonzert der Reihe „Klappe zu – Ohren auf!“ um 16 Uhr im Nikolaisaal präsentieren Stephan Holzapfel und die Kammerakademie Potsdam die 6. Sinfonie von Schubert: „Schu-bi-du-bi-du!“



14.01.2012 - Sinfoniekonzert












