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Bambi, goldener Spatz und fliegender Ochse

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Ersehnte Ziele jedes Filmemachers sind ein gelungener Film und volle Kinosäle. Und mindestens als Sehnsucht Nummer drei gilt die Aufmerksamkeit der Fachöffentlichkeit, die sich in Festivalpreisen manifestiert. Natürlich gibt es im Filmmuseum Potsdam auch eine Sammlung solcher Trophäen. Sie enthält Filmpreise, aber auch Präsente und Urkunden, die auf Filmveranstaltungen, Premieren oder auch bei gesellschaftlichen Ereignissen überreicht wurden. Die optische Präsenz dieser Objekte und ihre vielfältige Gestaltung sind erstaunlich. Zu den umwerfenden Beispielen gehört der Preis „Goldene Apsara“, den das 1. Internationale Film-Festival Phnom-Penh 1968 dem DEFA-Film „Die gefrorenen Blitze“ zuerkannte. Auch der „Große Steiger“, der beim Nationalen Filmfestfestival der DDR verliehen wurde oder ein goldenes Raumschiff vom Utopischen Filmfestival Triest sind echte Überraschungen. Wenig bekannt ist eines der bizarrsten Objekte, die „Nabelschere“, die Christa Kozik auf einem Kinderfilmfestival in Salzburg 1978 für das Drehbuch zu „Philipp, der Kleine“ als Publikumspreis bekam.

In der neuen Foyerausstellung können Ausstellungsbesucher aber auch einen der Lieblingspreise der Deutschen, den Bambi, anschauen. Daniel Brühl bekam ihn für seine Rolle in „Good Bye, Lenin!".

Daneben kann man in einer Auswahl sowohl die schönsten Urkunden bewundern als auch über vielfältigste Arten der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben staunen. So wurde Ilse Werner eine Ehrenurkunde für 10 Jahre unfallfreies Autofahren verliehen und der Schauspieler Harry Hindemith wurde für seine erfolgreiche Teilnahme am Urlaubermassensport ausgezeichnet.

Die Ausstellung wird im Rahmen der Veranstaltung „Carte Blanche für Claus Dobberke“ am 4. Juni um 18 Uhr eröffnet.

Anlässlich des 70. Geburtstages erfüllt das Filmmuseum mit Die Frau und der Fremde (R: Rainer Simon, DDR 1984) dem Spiel- und Dokumentarfilmregisseur und kulturpolitisch engagierten Potsdamer Claus Dobberke einen Filmwunsch.

Das kammerspielartige Drama erzählt von den befreundeten Soldaten Richard und Karl, die – mit mehreren Jahren Abstand – aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehren und Anspruch auf dieselbe Frau, Richards Ehefrau Anna, erheben.

Als erster DDR-Spielfilm erhielt „Die Frau und der Fremde“ 1985 den Goldenen Bären und verhalf damit der Filmfirma DEFA zu internationaler Anerkennung und Aufmerksamkeit. Der weniger bekannte Preis des Nationalen Spielfilmfestivals der DDR, den Hans Poppe für das Szenenbild erhielt, kann ebenfalls in der Foyerausstellung entdeckt werden.

Eintritt ("Carte Blanche für Claus Dobberke" mit Filmvorführung): 5,- €, erm. 4,- €