Cross-Atlantik: Collegium musicum Potsdam macht Schlagzeilen in Brasilien
Das Lied „A Céu Hoje à Noite“ ("Der Himmel heute Nacht") hatte die Sängerin Eliana Printes mit Klavier, Akkordeon und Gesangsstimme aufgenommen und auf ihrer vierten CD "Pra Lua Tocar" („Den Mond berühren“) veröffentlicht. Eliana Printes ist in Brasilien eine gefeierte Sängerin, die zahlreiche CDs veröffentlicht hat, unter anderem mit Sängern wie Chico César und Pedro Luis zusammenarbeitet und auch bereits mit dem deutschen Regisseur Wim Wenders gearbeitet hat. In Potsdam spielte ein brasilianischer Freund dem Dirigenten Knut Andreas die Aufnahme von Eliana Printes vor, die ihm so sehr gefiel, dass er das Lied als Grundlage für die Komposition eines Requiem für Sopransaxophon und Orchester nahm und dieses im November mit dem Solisten Ralf Benschu und dem Sinfonieorchester Collegium musicum in Potsdam und Falkensee mit schönem Erfolg uraufführte.
Bei dem Requiem agiert das Sopransaxophon als Soloinstrument in komponierten wie auch in frei improvisierten Phasen. Die Sätze des Requiems nehmen Teile des Songs, sei es die Harmonie, den Rhythmus, Begleitmotive oder die Melodie auf und arbeiten damit. Am Ende des Requiems, im letzten Satz „In Paradisum“ erklingt dann der Song in seiner Originalgestalt. Die improvisierten Teile wurden beigesteuert von dem Saxophonisten Ralf Benschu, bekannt geworden vor allem als Bandmitglied bei „Keimzeit“ und als Mitglied des Saxophonquartetts „Meier's Clan".
Von der Kritik wurde die ungewöhnliche Totenmesse als „reizvolle, assoziationsreiche und hörerfreundliche Novität“ (Potsdamer Neueste Nachrichten) positiv aufgenommen, gelobt wurde die „ungewöhnliche Instrumentierungen und Effekte“, die „immer wieder interessante musikalische Momente“ erzeugten (BRAWO). „Das lebhafte Requiem bleibt dem Leben zugewandt, bis schließlich die Erlösung im Paradies winkt; die mutet hier leicht wie ein Sonnentag an. Bei diesem Requiem schaut der Tod vorbei, aber er kommt nicht herein.“ (Märkische Allgemeine Zeitung).
Eine solche positive Aufnahme machte auch die Komponisten des Songs, Eliana Printes und Adonay Pereira glücklich, wie in den großen brasilianischen Zeitungen „Amazonas Em Tempo“ und „A Critica“ - auch auf der Titelseite - zu lesen war: "In Brasilien, genauer gesagt in Rio de Janeiro, sind Eliana und Pereira überglücklich. „Im ersten Moment habe ich es nicht geglaubt und gefragt, ob es wirklich unsere Musik ist. Der Dirigent des Orchesters, Knut Andreas, schickte mir dann eine Live-Aufnahme des Konzerts", sagte Pereira. "Wenn wir ein Lied komponieren, wissen wir nicht, wo es hingelangen wird. Die Musik kennt keine Grenzen. Es war eine wunderschöne Überraschung. Wir sind sehr glücklich", sagte Eliana, die auch Anfragen zu Rechten an ihrer Musik aus Österreich und Portugal erhielt. Die vollständigen Artikel über diesen kulturellen Austausch über den Atlantik sind auf der Webseite des Orchesters www.cm-potsdam.de eingestellt. In Kürze werden Ausschnitte aus dem Requiem auf Eliana Printes Website zu hören sein: www.elianaprintes.com
Öffentliche Generalprobe mit Werkeinführung zum Sinfoniekonzert
Freitag, 19. März 2010 um 20 UhrFriedrichskirche, Weberplatz, Potsdam-Babelsberg
Eintritt frei, Spenden erbeten
Sinfoniekonzert
Samstag, 20. März 2010, 19:30 Uhr
Friedrichskirche, Weberplatz, Potsdam-Babelsberg
Sinfoniekonzert
Sonntag, 21. März 2010, 18:00 Uhr
Heilig Geist Kirche, Brahmsallee 41, Falkensee
Ottorino Respighi - Pini di Roma
Hans Chemin-Petit - Festliche Musik
Paul Graener - Aus dem Reiche des Pan, op. 22
Kommentar schreiben



Cross-Atlantik: Collegium musicum Potsdam macht Schlagzeilen in Brasilien












