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Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam feiert 65 Jahre

Foto des Sinfonieorchester Potsdam„Jubeln sollt Ihr“ war eines der Konzertankündigungen im letzten Jahr überschrieben. Das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam hat allen Grund dazu. 2010 steht das 65jährige Jubiläum auf der Agenda. Aber dies ist noch lange kein Grund, sich zur Ruhe zu setzen. Im Gegenteil, schaut man sich Mitglieder und Programminhalte an, so erscheint das Orchester so jung wie nie zuvor.
Das Jubiläumsjahr wird eingeläutet mit den Sinfoniekonzerten am 20. und 21. März 2010 um 19:30 Uhr in der Friedrichskirche auf dem Babelsberger Weberplatz bzw. um 18:00 Uhr in der Heilig Geist Kirche in Falkensee. Besucher, die sich mit den Werken intensiver vertraut machen wollen, sind eingeladen, die öffentliche Generalprobe mit Werkeinführungen am 19. März um 20:00 Uhr in der Friedrichskirche Babelsberg zu besuchen.

Mit der Wiederaufführung der „Festlichen Musik" von Prof. Hans Chemin-Petit in den Jubiläumskonzerten ehrt das Orchester seinen Begründer, den bekannten Potsdamer Komponisten, Dirigenten und Hochschullehrer. Chemin-Petits Komposition wurde 1941 unter seiner Leitung mit den Berliner Philharmonikern im Reichsbahnausbesserungswerk in Potsdam uraufgeführt und 1942 mit großem Erfolg im Hof des Potsdamer Stadtschlosses open air wiederholt. Die Fanfarenbläser, am Schluss des Werkes, spielten damals als Trompetenchor von den Schlosshofmauern. Das Werk ist eine Bearbeitung des Chorals „Lobe den Herrn“ - täglich gespielt vom Glockenspiel der Garnisonkirche.

Auch Paul Graener ist eng mit dem Orchester verbunden. Der lange unbeachtete Komponist, den Dr. Knut Andreas im Rahmen seiner musikwissenschaftlichen Forschungen entdeckt und mit dem Orchester nach einem halben Jahrhundert mit der Suite „Die Flöte von Sanssouci“ bzw. der „Wiener Sinfonie“. wieder aufgeführt hat, erfreut sich langsam einer wiederkehrenden Beliebtheit. Die Wiederaufführungen werden fortgesetzt mit der Suite „Aus dem Reiche des Pan“, die als verschollen galt und erst kürzlich im Leipziger Gewandhaus wieder gefunden wurden. 1906 zunächst als Klaviersuite komponiert, arrangierte Graener „Aus dem Reiche des Pan" 1920 als Suite für großes Orchester neu. Das sehr impressionistisch geprägte Werk bildet in seiner zurückhaltenden, dezenten Art einen guten Kontrast zur "Festlichen Musik" und zur triumphalen sinfonischen Dichtung „Pini di Roma“ von Ottorino Respighi.

Der italienische Komponist Respighi stand mit seiner Tonsprache abseits seiner Zeitgenossen. Pini di Roma aus dem Jahr 1924 gehört zu seiner Römischen Trilogie, die die drei Sinfonischen Dichtungen "Feste Romane, Pini di Roma und Fontane di Roma" umfassen. Pini di Roma ist eine gewaltige Komposition mit einem Triumphmarsch am Ende, der den Einzug des Konsuls auf der Via Appia in Rom darstellt.

Karten für das Konzert zu 5 EUR (erm. 3 EUR) sind erhältlich bei:
  • Ticketeria (Friedrich-Ebert-Str.18 und im Stern-Center)
  • PNN-Ticketshop (Stadtpalais)
  • Gemeindebüro (Schulstr. 8c)
  • www.cm-potsdam.de